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Donnerstag, 24. April 2014

Ich, du, er/sie/es ... Das Leiden des Schreiberlings. Also von mir.

Hallo ihr Lieben!

Wahrlich, aus der Überschrift dieses Eintrages lässt sich nicht beziehungsweise nur sehr bedingt das Thema ableiten. Dabei ist es essentiell für jeden, der schreibt. Und doch ... Besonders in Prosatexten geht es darum, es ist auch nicht leicht und ehrlich gesagt - ich habe momentan ein winziges (überdimensional großes!) Problem damit.

Aber fangen wir klein an, denn es geht um den Erzähler einer Geschichte.
Der Laie (ja, ich weiß, Germanisten werden mir jetzt in den Hintern treten, aber ich fand das Thema schon in meinem letzten Seminar dazu ziemlich, nennen wir es überinterpretiert) unterscheidet zwischen dem auktorialen (allwissenden) Erzähler, dem personalen (auf eine Person bezogenen) Erzähler und dem Ich-Erzähler (selbsterklärend. Hoffentlich.). Es gibt auch noch den neutralen Erzähler, aber um den kümmere ich mich jetzt mal nicht. Diese drei Erzählperspektiven sind die drei häufigsten Perspektiven des epischen Erzählens, also in Romanen.

Ich möchte euch jetzt aber nicht mit Germanistikgeschwätz zutexten, nein, es ist mir viel mehr ein Anliegen, euch mein Leid zu klagen.

Ich schreibe nämlich gerade an einer Geschichte, genauer an der Vorgeschichte zu meinen Fanfictions "Die Hölle auf Erden" und "Der Himmel ist blau". Darin liegt auch mein Problem, denn die beiden Geschichten sind aus der Egoperspektive eines der Hauptcharaktere geschrieben, was in diesem Fall auch vollkommen in Ordnung ist (auch wenn ich seltsamerweise gar kein Fan des Ich-Erzählens bin ... Komisch, denn das hab ich schon recht oft so geschrieben. Darüber sollte ich mir eventuell Gedanken machen.).
Nun habe ich aber bei der Vorgeschichte die wundervolle Möglichkeit auch die Gedanken und Gefühle des zweiten Protagonisten darzustellen und würde dies auch unbeschreiblich gerne tun. Doch wie? Ich habe mir zwei Optionen erdacht, denen ich auch eine gewisse Qualität zuschreibe.

1. Um beide Protagonisten umfassend darzustellen, schreibe ich in der Ich-Perspektive. Der Clou daran ist, dass ich aus abwechselnder Sicht schriebe, was aber gleichzeitig zu Schwierigkeiten in der Übersichtlichkeit und der Planung der Geschichte führt. Das große Plus daran wäre, dass aber der Übergang zu den folgenden Teilen sanfter wäre, da diese ja ebenfalls in der Ich-Perspektive, aber leider nur eines der Protagonisten, geschrieben sind.

2. Ich wähle einfach den auktorialen Erzähler und weiß damit alles. Dies wäre zum einen sehr schön und einfach zu schreiben, zum anderen stellt es einen sehr harten Übergang zu den weiteren Geschichten dar und das gefällt mir keinesweigs

Nur aus der Perspektive des Protagonisten aus den "Fortsetzungen" zu schreiben erscheint mir zu leicht und auch nicht umfassend genug, da dieser Teil der (voraussichtlichen) Trilogie doch auch einige Erklärung zu später auftretenden Problemen liefern soll.

Nun ja, ich werde mir wohl noch ein wenig den Kopf zerbrechen müssen. In jedem Fall kann ich garantieren, dass sich aufklären wird, warum im (dann) dritten Teil ABBA gesungen wird.

In Liebe.

P.S.: Solltet ihr eine Meinung/Idee zu meinem Problem haben, scheut es nicht, sie mit mir zu teilen!
P.S.S.: Empfindet dies auch als einmalige Chance der Partizipation in der Konzeptionsphase einer meiner Geschichten. Wobei ich finde, dass das schon recht arrogant klingt. Verzeihung ;) Der Tenor bleibt aber der gleiche :)

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